Neujahrsempfang 2017

Ausbau der Ortsstraßen, Windkraftanlagen, Erhaltung der Infrastruktur und die Ausweisung eines Wohnbaugebietes waren die prägnanten Themen beim gut besuchten Neujahrsempfang in der Mühlwiesenhalle, wozu Ortschef Udo Arm neben Verbandsbürgermeister Steffen Unger und Heiko Sippel (MdL, SPD) auch viele Amtskollegen aus Nachbargemeinden begrüßen durfte.
Schon zeitig vor Beginn standen viele Besucher bei einem Glas Sekt in Gruppen zusammen und tauschten sich angeregt aus. Die musische Einstimmung war dann Sache des örtlichen Musikvereins und auch Gesangvereins, während auf der Großleinwand markante Ereignisse des abgelaufenen Jahres noch einmal visuell in Szene gesetzt wurden.
Die Aussicht auf annähernd 40.000 Euro jährliche Einnahmen in die chronisch klamme Gemeindekasse sind eben jenes gewichtige Argument, warum sich Mauchenheim seit 2010 um Windkraftanlagen bemüht, um von der Energiewende zu partizipieren. Fünf Standorte auf den Gemarkungen Mauchenheim/Freimersheim sind festgelegt. Mit der Firma BayWa steht ein Betreiber fest, Probebohrungen fanden bereits statt. In der Endphase der Planungen stehen nun letzte Gutachten an, zu denen VG-Chef Unger an diesem Abend aktuell Stellung bezog. Die Einwohnerschaft wird zu gegebener Zeit in einer Bürgerversammlung über den Sachstand informiert werden.
Der Ausbau von Ortsstraßen ist ein weiterer Schwerpunkt im Rat. Nach dem Endausbau der Straßen im Baugebiet „Rosenhecke II“ war 2016 nun das „Railchen“, die Fußwegverbindung zwischen Schlossgasse und Gartenstraße an der Reihe; zusammen mit neuer Beleuchtung und Pflasterung entstand nicht nur ein weiteres Stück Ortsverschönerung sondern gleichzeitig auch Verkehrssicherheit. Direkt im Anschluss sollte auch die Kirchgasse hergestellt werden, der Winter hat die Arbeiten vorerst unterbrochen. Weitere Gehwegabschnitte in der Hauptstraße wurden gepflastert und jetzt besser begehbar.
Ein etwas größeres Projekt stellt der Ausbau der Honigstraße dar, wie Udo Arm ankündigte. Die Planungsarbeiten wurden vom Rat vergeben, der Antrag auf Landeszuschuss gestellt. Läuft alles nach Wunsch, könnten 2018 die Baumaschinen anrücken.
Über all diesen sichtbaren Maßnahmen will der Gemeinderat die Erhaltung baulicher Infrastruktur nicht aus den Augen verlieren. Da wäre zum Beispiel das Verfallsdatum der Heizungsanlagen in der Mühlwiesenhalle und in der Kita. Die in die Jahre gekommene Technik ist als förderungswürdig eingestuft und lässt auf einen 90%igen Zuschuss im Rahmen eines bundesweiten Energiesparprogramms hoffen.
Spender willkommen: Als Folge des Schwelbrandes in der Mühlwiesenhalle 2015 muss die komplette Deckenbeleuchtung ausgetauscht werden, eine Musterlampe ist schon installiert. Angedacht ist, dass sowohl Vereine wie auch Privatpersonen sich als Spender von Leuchten melden können. Sobald konkrete Zahlen vorliegen wird hierzu ein Rundschreiben ergehen.
Der Bürgerbus der VG-Alzey-Land nimmt Fahrt auf und scheint Realität zu werden; ebenso das neue Wohnbaugebiet „Hinter der Kirchmauer“, welches 2016 im Rat beschlossen wurde, um der regen Nachfrage nach Bauland zu begegnen. Bedanken wollte sich der Ortsbürgermeister beim Team „Radwegfest“ für die gespendete rustikale Sitzgruppe an der Mühlwiesenhalle sowie bei allen Vereinen, Verbänden und Personen, die zur dörflichen Gemeinschaft und zum ausgeprägten kulturellen Leben ihren Beitrag leisten.

Ehrungen:
Uli Best, Irmgard Fetzer, Marina Krüger, Sandra Grum, Pfarrer Roland Hussung, Alwin Muskopf, Werner Siebold und Wolfgang Ritzheim.
Sport: Zweite Mannschaft des SV Mauchenheim